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Der Beruf des Gerüstbauers

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten und eine verantwortungsvolle Aufgabe: Der Beruf des Gerüstbauers ist anspruchsvoll und abwechslungsreich. Auf die Herausforderungen bereitet angehende Gerüstbauer eine dreijährige Ausbildung im Dualen System vor.

Ein Gerüstbauer trägt eine große Verantwortung gegenüber dem Bauherrn, seinen Kollegen und auch den Passanten, die am aufgebauten Gerüst vorbei gehen. Ein kleiner Fehler in der Montage des Gerüsts kann Menschenleben gefährden oder hohe Kosten verursachen.

Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, durchläuft ein angehender Gerüstbauer eine dreijährige Ausbildung, welche nach dem Dualen Ausbildungssystem Berufsschule und Ausbildung im Betrieb umfasst. So lernen die Auszubildenden sofort, das theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen.

Für die Ausbildung zum Gerüstbauer wird ein Haupt- oder Realschulabschluss vorausgesetzt. Die Ausbildung wird im ersten Lehrjahr nach Tarifplan mit ca. 600 €, im zweiten Lehrjahr mit ca. 800 € und im dritten Lehrjahr mit ca. 1050 € vergütet.

Anforderungen für den Beruf des Gerüstbauers

Gerüstbauer müssen ein hohes Maß an Flexibilität mitbringen. Das Arbeitsfeld ist sehr vielfältig und reicht vom Einrüsten einer Fassade über das Stützen einer Tunnelkonstruktion oder der Montage von Baugerüsten innerhalb von Gebäuden bis zum Bau von Bühnen und Tribünen im Eventmanagement. Ein Gerüstbauer sollte natürlich schwindelfrei sein, denn Gerüste können bis viele Meter über dem Erdboden aufgebaut werden – je nachdem, wie hoch der zu erreichende Arbeitsplatz ist.

Ein Gerüstbauer muss nicht nur körperlich fit, sondern auch fachlich und theoretisch kompetent sein. Mit dem richtigen Know-how in Sachen Material, Gerüstwahl und Untergrund sorgt er für einen sicheren Aufbau des Gerüsts. Ein Gerüstbauer muss außerdem Baupläne und Konstruktionsskizzen lesen, Höhen-, Längen- und Winkelmessungen durchführen sowie Materialmengen berechnen können. Außerdem müssen ihm natürlich sämtliche Sicherheitsvorschriften bekannt sein. Mit einem guten Gerüstbauer steht und fällt die saubere Durchführung des Bauvorhabens.

Gleiche Arbeit – unterschiedliche Löhne

Ein Gerüstbauer verdient nach abgeschlossener Ausbildung durchschnittlich ca. 2600 € im Monat. Dabei ist das Gerüstbauer-Gehalt aber regional sehr unterschiedlich. Während zum Beispiel ein Gerüstbauer in Beuna einen Lohn von durchschnittlich 1000 € erhält, verdient ein Gerüstbauer in Langweid am Lech stolze 4200 €. Dazwischen sind alle Gerüstbauer-Löhne möglich. Der Tariflohn eines Gerüstbauers nach abgeschlossener Ausbildung beträgt 13,24 € pro Stunde. Geprüfte Gerüstbau-Kolonnenführer und Gerüstbaumeister erhalten einen Stundenlohn von 17,60 €.

Vom Himmel in den Keller: Einsatzmöglichkeiten von Gerüstbauern

Gerüstbauer werden vor allem in Handwerks- und Industriebetrieben eingestellt, beispielsweise von Brückenbauunternehmen, Firmen aus dem Bereich Gebäudesanierung oder Tunnelbau oder auch bei Bühnen- und Zeltbaufirmen. Die Arbeitsumgebung wechselt mit jeder neuen Baustelle: Mal wird der Gerüstbauer in luftigen Höhen an einem Industrieturm gebraucht, ein anderes Mal in einem Keller, der mit einem Tragegerüst gestützt werden soll. An jedem Arbeitsplatz sind jedoch absolute Präzision, Gewissenhaftigkeit und fachliche Kompetenz unabdingbar, um Unfälle und Sachschäden zu vermeiden.

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