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Arbeits- und Hebebühnen

Arbeits- und Hebebühnen sind eine Alternative zu Baugerüsten, besonders bei kurzzeitigem Gebrauch oder wenn die Arbeitsplattform mobil sein muss. Sie sind oft auch günstiger in der Anschaffung wie im Leasing. Je nach Anforderung kann sich der Bauunternehmer zwischen Arbeitsbühnen und Hubarbeitsbühnen bzw. Hebebühnen entscheiden.

Arbeits- und Hebebühnen bieten Personal und Material Platz und werden bei verschiedenen Wartungs- und Reparaturarbeiten eingesetzt. Mit einer solchen Arbeitsbühne können auch größere Höhen sicher und bequem erreicht und die Bühne nach Gebrauch schnell zum nächsten Einsatzort befördert werden.

Der Unterschied zwischen Arbeitsbühnen und Hebebühnen ist der, dass Arbeitsbühnen keinen eigenen Antrieb besitzen, sie sind also auf ein anderes Baugerät wie zum Beispiel einen Gabelstapler angewiesen, während Hebebühnen über einen eigenen Antrieb verfügen.

Arbeitsbühnen – günstig und praktisch zugleich

Arbeitsbühnen ohne eigenen Antrieb lohnen sich vor allem für kleinere Unternehmen, da sie günstiger in der Anschaffung sind und mit Hilfe eines Gabelstaplers genauso genutzt werden können wie eine Hubarbeitsbühne. Arbeitsbühnen gibt es als Anhänger-, als LKW- und als Scherenarbeitsbühnen. Um einen komfortablen Transport am Boden zu ermöglichen, haben Arbeitsbühnen Rollen.

Um eine maximale Sicherheit in größeren Höhen zu gewährleisten, muss eine Arbeitsbühne bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Der rutschfeste und ebene Boden muss geschlossen und Öffnungen nicht größer als 1,5 cm im Durchmesser sein. Die Arbeitsbühne sollte außerdem eine Mindestgröße von 0,8-1,2 m haben. Gabeltaschen auf der Unterseite ermöglichen das Heben der Bühne mit einem Gabelstapler. Drei Geländer in unterschiedlicher Höhne bieten Sicherheit vor Stürzen und vor herabfallendem Material. Dabei ist die untere Leiste mit dem Boden verbunden und verhindert das Herabfallen von Material – ähnlich den Bordbrettern eines Baugerüsts.

Optimaler Komfort mit Hebebühnen

Hubarbeitsbühnen gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie ohne zusätzliche Hilfsgeräte gehoben werden können. Dies funktioniert über einen elektromagnetischen oder hydraulischen Antrieb.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. So gebraucht man Hebebühnen mit einem Gelenkarm für Arbeiten an Straßenlaternen oder Oberleitungen oder bei der Baumpflege. Arbeitsbühnen, die sich mittels Scherenkonstruktion heben lassen, kommen vor allem bei Deckenarbeiten und in Gebäuden zum Einsatz. Die Bühne kann auch an einem senkrechten Mast geführt werden, zum Beispiel bei der Konstruktion einer Glasfassade.

Hubarbeitsbühnen gibt es in allen Größen. Die Riesen unter ihnen reichen bis 100 m oder mehr in die Höhne. Diese werden auf LKW transportiert und beispielsweise im Industriebau oder bei Arbeiten an Windkraftanlagen, Funktürmen oder anderen hohen Türmen verwendet. Kleinere Hebebühnen kommen bei alltäglichen Arbeiten von Handwerkern und Energieversorgern, bei Fassadenreinigung und Baumpflege zum Einsatz.

Neben der Montage auf einem LKW ist auch die Verfahrbarkeit der Hebebühne auf Raupen, Schienenfahrzeugen oder Rädern möglich. Raupenfahrzeuge eignen sich besonders bei schwierigem und unwegsamem Gelände. Auch im Hubantrieb unterscheiden sich die einzelnen Hebebühnen: Die Bühne lässt sich per Hydraulik oder Seilmechanik bewegen, aber auch durch Schneckenantrieb oder Zahnräder.

Beim Arbeiten auf einer Hebebühne muss eine Schutzausrüstung getragen werden. Wie diese genau aussehen soll, entscheidet die jeweilige Berufsgenossenschaft, auch ob eine Absturzsicherung getragen werden muss. Eine allgemeine Regelung gibt es in Deutschland nicht, jedoch müssen alle Hebebühnen mit einer Befestigungsmöglichkeit für eine Absturzsicherung ausgestattet sein.

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